____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Hebephilie
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Hebephilie (von Hebe, griechische Göttin der Jugend, und altgriechisch ÏÎčλία philia âFreundschaftâ) ist die erotische und sexuelle PrĂ€ferenz eines Erwachsenen fĂŒr pubertierende Personen, etwa im Alter zwischen 11 und 16 Jahren. Eine genaue Eingrenzung des Alters ist wegen des unterschiedlichen körperlichen und psychischen Einsetzens der PubertĂ€t schwierig. Sie grenzt sich immer zur PĂ€dophilie, der Zuneigung fĂŒr vorpubertĂ€re Kinder, ab. Im Falle einer Attraktion zu mĂ€nnlichen Jugendlichen spricht man meist von Ephebophilie, bei weiblichen Jugendlichen von Parthenophilie. Manchmal wird der Begriff Hebephilie aber auch bezĂŒglich der frĂŒhen PubertĂ€t verwendet, und die anderen beiden auf die mittlere und spĂ€te PubertĂ€t bezogen. Der Name Hebephilie wurde erstmals in den 1950er Jahren in Nordamerika verwendet; eine intensivere Erforschung dieser PrĂ€ferenz findet insbesondere seit den frĂŒhen 2000er Jahren statt.cite-ref-cantor2015a-1-0[1]cite-ref-prentky-2-0[2]
In den Sexualwissenschaften wird mehrheitlich die Auffassung vertreten, dass es sich bei der Hebephilie um eine eigenstĂ€ndige und klar von anderen Neigungen abgrenzbare Chronophilie handelt. Intensiv debattiert wird hingegen die Frage, ob sie als Paraphilie oder als nicht-pathologische SexualprĂ€ferenz eingeordnet werden muss.cite-ref-singy-3-0[3]cite-ref-mercado-4-0[4]cite-ref-setod-5-0[5] Sie ist derzeit weder im DSM-5 noch in der ICD-11 als psychische Störung erfasst,cite-ref-brikenberner2013-6-0[6]cite-ref-franklin-7-0[7] jedoch wird seit 2008 regelmĂ€Ăig ĂŒber eine Aufnahme in zukĂŒnftige Auflagen der beiden Klassifikationssysteme diskutiert.cite-ref-beier2015-8-0[8]
Contents
âą Etymologie
âą Definition
âą Forschung
âą Einordnung
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Etymologie
Der Begriff wurde 1955/56 von dem Nordamerikaner Bernard C. Glueck eingefĂŒhrt.cite-ref-9[9]cite-ref-zentralblatt-10-0[10] Nach frĂŒhen Quellen von 1955 und 1957 wurde er von Paul Benedict 1955 oder frĂŒher geprĂ€gt.cite-ref-11[11]cite-ref-12[12] Namensgeberin ist Hebe, die griechische Göttin der Jugend.
Glueck verwendete den Begriff damals zur Unterscheidung von fĂŒnf Kategorien von (mĂ€nnlichen) Sexualverbrechern:cite-ref-13[13]
1. Vergewaltigung (Koitus mit Frauen)
2. heterosexuelle Hebephilie
3. heterosexuelle PĂ€dophilie
4. homosexuelle Hebephilie
5. homosexuelle PĂ€dophilie
Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff in Europa von manchen zur Bezeichnung einer âsexuellen Perversionâ verwendet, des weiblichen GegenstĂŒcks zum âechten mĂ€nnlichen Fetischismusâ, die etwa unter der Form des âStofffetischismusâ vorkomme. Verwendet haben den Begriff beispielsweise ClĂ©rambault, Langlois und Kurt Beas.cite-ref-14[14]cite-ref-15[15]
Definition
Im Einzelfall hĂ€ngt die PrĂ€ferenz fĂŒr einen bestimmten Jungen oder ein bestimmtes MĂ€dchen von deren ganz individueller körperlicher und geistiger Entwicklung ab. Auch ist die PrĂ€ferenz einmal weiter und einmal sehr spezifisch. Bei Bezeichnungen in Statistiken muss man sich meist aufgrund des Datenmaterials auf ein Alter einigen.
In der PubertĂ€t beginnt sich der Körper zuerst unmerklich zu verĂ€ndern, und durchschnittlich ab 11/12 Jahren zeigen sich in Europa und den USA die sichtbaren VerĂ€nderungen wie Entwicklung der Schamhaare, Entwicklung der BrĂŒste, Hoden- und Peniswachstum. Auch beginnen sich das Verhalten und die Interessen zu Ă€ndern. FĂŒr viele PĂ€dophile schwindet die empfundene Anziehung, bestehende pĂ€dophile MissbrauchsverhĂ€ltnisse enden oder verĂ€ndern sich wesentlich zu einem distanzierteren VerhĂ€ltnis. Auch passt die eigentliche Definition der PĂ€dophilie nicht mehr, die sich zentral auf prĂ€pubertĂ€re, sehr kindhafte Jungen und MĂ€dchen richtet.
Hebephilie beginnt somit in Abgrenzung zur PĂ€dophilie, wenn die pubertĂ€ren VerĂ€nderungen einsetzen.cite-ref-16[16]cite-ref-reckless-17-0[17] Somit ist das untere Alter fĂŒr Hebephilie in Europa und Nordamerika mit 11 oder 12 Jahren anzusetzen.cite-ref-zentralblatt-10-1[10]cite-ref-blanchard-18-0[18]cite-ref-hall-19-0[19]cite-ref-powell-20-0[20]cite-ref-freund-21-0[21] Das zentrale Alter fĂŒr MĂ€dchen liegt bei 12 bis 13 Jahren.cite-ref-freund-21-1[21] Da bei Jungen die PubertĂ€t in der Regel etwas spĂ€ter einsetzt, ist dort das Alter der Anziehung (âAge of attractionâ, AoA) in der Regel etwas höher anzusetzen.cite-ref-freund-21-2[21] Die obere Grenze kann man bei 14cite-ref-blanchard-18-1[18]cite-ref-powell-20-1[20] oder auch 15cite-ref-freund-21-3[21]cite-ref-powell-20-2[20] Jahren ansetzen, speziell bei Jungencite-ref-freund-21-4[21]cite-ref-powell-20-3[20] auch bei 16cite-ref-hall-19-1[19]cite-ref-reckless-17-1[17] Jahren.
Da der Zweck des Reifevorgangs die biologische FortpflanzungsfÀhigkeit ist, wird die PubertÀt im wörtlichen Sinne mit ihr abgeschlossen. Diese tritt nach einer neueren schweizerischen Untersuchung im Mittel zwischen 11,9 und 13,5 Jahren ein.cite-ref-22[22] SpÀtere VerÀnderungen des jugendlichen Erscheinungsbildes sind daher von der FortpflanzungsfÀhigkeit und damit auch von deren Reifevorgang unabhÀngig. Dabei treten abweichende Verwendungen auf. Bei der gemischten PÀdo-Hebephilie liegt die prÀferierte Altersperiode zwischen der Kindheit bis inklusive 12 Jahre, manchmal 14, möglicherweise 15 Jahre.cite-ref-freund-21-5[21]
Eine alternative Definition wird mit Hilfe der Tanner-Klassifikation vorgenommen. Die Hebephilie beschreibt demnach eine PrĂ€ferenz fĂŒr Kinder und Jugendliche, die sich in ihrer Entwicklung in den Tanner-Stadien II und III befinden.cite-ref-brikenberner2013-6-1[6]cite-ref-beierloewit2011-23-0[23] In Deutschland weisen Pubertierende eine diesen Stadien entsprechende Schambehaarung durchschnittlich zwischen 10,8 und 12,2 Jahren (MĂ€dchen) bzw. zwischen 10,9 und 13,3 Jahren (Jungen) auf.cite-ref-beier-24-0[24]cite-ref-25[25]
In der Szene der Knabenliebhaber (âBoy Loverâ) ist dieser Altersbereich im Begriff âTeenboy Loverâ enthalten und in etwa dessen zentraler Altersbereich. An die Hebephilie schlieĂen Ephebophilie resp. Parthenophilie an.cite-ref-26[26]cite-ref-beier-24-1[24]
Forschung
Verbreitung bei MĂ€nnern
Es gibt (genau wie fĂŒr sĂ€mtliche weitere Chronophiliencite-ref-blanchardkuban-27-0[27]) bisher keine zuverlĂ€ssigen Daten darĂŒber, wie hĂ€ufig hebephile Neigungen in der Bevölkerung anzutreffen sind.cite-ref-mercado-4-1[4] Generell wird davon ausgegangen, dass es deutlich mehr Hebe- als PĂ€dophile gibt,cite-ref-franklin-7-1[7] Hinweise darauf finden sich unter anderem in forensischen Stichproben aus dem nordamerikanischen Raum.cite-ref-blanchard2010a-28-0[28] Auch nicht-klinische Studien oder anonyme Befragungen von MĂ€nnern mit einer SexualprĂ€ferenz fĂŒr MinderjĂ€hrige kommen regelmĂ€Ăig zu dem Ergebnis, dass wesentlich hĂ€ufiger ein sexuelles Interesse an Pubertierenden als an vorpubertĂ€ren Kindern angegeben wird.cite-ref-rind-29-0[29]cite-ref-sjart1-30-0[30]
Eine tschechische Studie aus dem Jahr 2020 hat jeweils rund 5.000 mĂ€nnliche und weibliche Probanden nach ungewöhnlichen sexuellen Interessen befragt. Dabei zeigte sich, dass unter den mĂ€nnlichen Studienteilnehmern 25,9 Prozent von einer mindestens mĂ€Ăigen Ansprechbarkeit und 3,1 Prozent von einer PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende berichteten.cite-ref-tschechien2020-31-0[31] Viele weitere Befragungen ermittelten ausschlieĂlich eine grundsĂ€tzliche Ansprechbarkeit auf Pubertierende und lassen daher nur sehr begrenzt RĂŒckschlĂŒsse auf die Verbreitung hebephiler PrĂ€ferenzen zu. Unter anderem aufgrund unterschiedlicher Fragestellungen reichen die Ergebnisse hier von 0,9 (Kanada im Jahr 2014)cite-ref-32[32] oder drei Prozent (Finnland im Jahr 2013)cite-ref-33[33] bis hin zu 62 Prozent (Kanada im Jahr 1980).cite-ref-cr-pault-34-0[34] Im deutschen Sprachraum ergab eine Untersuchung an 466 mĂ€nnlichen Berlinern zwischen 40 und 79 Jahren, dass ungefĂ€hr 33,5 Prozent der MĂ€nner innerhalb der letzten zwölf Monate sexuell erregende Phantasien in Bezug auf pubertĂ€re MĂ€dchen und rund 7,5 Prozent auf pubertĂ€re Jungen hatten.cite-ref-ahlers-35-0[35] Forschern der Swansea University zufolge gibt es Hinweise darauf, dass juristische und soziale Normen die Beurteilung der AttraktivitĂ€t junger MĂ€dchen in wissenschaftlichen Studien möglicherweise beeinflussen.cite-ref-bennett2015-36-0[36]
Verbreitung bei Frauen
In der Literatur sind nur selten Informationen ĂŒber hebephile Frauen zu finden,cite-ref-rind-29-1[29] weswegen angenommen wird, dass es erheblich weniger weibliche als mĂ€nnliche Hebephile gibt. Diese Vermutung wird durch mehrere Befragungen gestĂŒtzt, in denen weniger als 0,1 Prozent der Teilnehmerinnen eine PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende bejahten.cite-ref-tschechien2020-31-1[31]cite-ref-tozdan-37-0[37] Im Hinblick auf ein nicht-prĂ€ferentielles Interesse gaben in einer 2020 veröffentlichten Studie des UniversitĂ€tsklinikums Hamburg-Eppendorf rund 30 Prozent der befragten Frauen eine zumindest mĂ€Ăige Ansprechbarkeit auf Kinder und Jugendliche des Tanner-Stadiums III an.cite-ref-tozdan-37-1[37]
Neurobiologische Untersuchungen
Ăhnlich wie bei allen weiteren SexualprĂ€ferenzen ist bisher nicht bekannt, wodurch hebephile Neigungen entstehen. Wissenschaftler des Centre for Addiction and Mental Health im kanadischen Toronto verglichen in mehreren Studien pĂ€dophile, hebephile und teleiophile SexualstraftĂ€ter. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass PĂ€dophile und Hebephile im Vergleich zu MĂ€nnern mit einer SexualprĂ€ferenz fĂŒr Erwachsene im Durchschnitt einen geringeren Intelligenzquotienten aufweisen,cite-ref-blanchard2007a-38-0[38] signifikant kleinercite-ref-cantor2007a-39-0[39] und hĂ€ufiger LinkshĂ€nder sind,cite-ref-cantor2005a-40-0[40] hĂ€ufiger Kopfverletzungen vor ihrem 13. Lebensjahr erlitten habencite-ref-blanchard2003a-41-0[41] und öfter die Schule abgebrochen haben.cite-ref-blanchard2007a-38-1[38] Die Werte der Hebephilen lagen dabei in der Regel ziemlich genau mittig zwischen denen der PĂ€do- und Teleiophilen.cite-ref-frances-42-0[42]cite-ref-cantor2015a-1-1[1]
Im Zusammenhang mit diesen Daten vermuteten die Forscher, dass bereits vor oder kurz nach der Geburt neurobiologische Besonderheiten bestĂŒnden, die Hebephilie verursachen könnten oder zumindest die Wahrscheinlichkeit fĂŒr die Ausbildung einer hebephilen Neigung erhöhen könnten.cite-ref-cantor2012a-43-0[43] GestĂŒtzt wird diese These durch mehrere MRT-Untersuchungen, die die Nordamerikaner in den letzten Jahren an PĂ€do-, Hebe- und Teleiophilen durchfĂŒhrten.cite-ref-cantor2015c-44-0[44] 2007 fĂŒhrten sie eine Studie an 127 MĂ€nnern durch, die ergab, dass die pĂ€do- und hebephilen MĂ€nner der Stichprobe einen geringeren Anteil an weiĂer Substanz aufwiesen als die untersuchten Teleiophilen.cite-ref-cantor2012a-43-1[43]
Therapeutische Aspekte
In einer Studie des Netzwerks Kein TĂ€ter werden wurde eine Gruppe von 153 nicht justizbekannten hebephilen MĂ€nnern untersucht. Es ergab sich, dass nur ein relativ geringer Teil der Hebephilen eine ausschlieĂliche Ansprechbarkeit auf das pubertĂ€re Körperschema aufwies.cite-ref-beier-24-2[24] Nach der Berliner Klassifikation werden verschiedene Mischformen chronophiler Interessen unterschieden, wenn neben der SexualprĂ€ferenz noch eine Ansprechbarkeit auf weitere Körperschemata besteht. 9,2 Prozent der Patienten wurden demnach als pĂ€do-hebephil, 30,1 Prozent als pĂ€do-hebe-teleiophil, 15,7 Prozent als ausschlieĂlich hebephil und 45,1 Prozent als hebe-teleiophil klassifiziert.cite-ref-beier-24-3[24] Insgesamt weisen nach den Daten der Studie knapp 39 Prozent der Hebephilen auch eine Ansprechbarkeit auf das prĂ€pubertĂ€re Körperschema bzw. knapp 75 Prozent auch auf das erwachsene Körperschema auf.
Befragungen ergaben, dass die als hebephil diagnostizierten MĂ€nner einen Ă€hnlich starken Leidensdruck verspĂŒrten wie PĂ€dophile. Weiterhin stellte sich heraus, dass der weit ĂŒberwiegende Teil der behandelten Patienten bereits sexuellen Missbrauch begangen hatte oder Kinderpornografie konsumierte.cite-ref-beier-24-4[24]
Einordnung
WĂ€hrend die PĂ€dophilie von Sexualwissenschaftlern mehrheitlich als Paraphilie und die Ephebo- und Parthenophilie grundsĂ€tzlich als nicht-pathologische SexualprĂ€ferenzen betrachtet werden,cite-ref-singy-3-1[3]cite-ref-hamesblanchard2012-45-0[45] besteht ĂŒber die Einordnung der Hebephilie Uneinigkeit.cite-ref-mercado-4-2[4]cite-ref-setod-5-1[5] Sie ist weder im DSM-5 noch in der ICD-11 als Störung klassifiziert,cite-ref-brikenberner2013-6-2[6] in frĂŒheren Versionen der ICD umfasst die Diagnose der PĂ€dophilie jedoch auch eine PrĂ€ferenz zu Kindern in einem frĂŒhen Stadium der PubertĂ€t. Sexualwissenschaftler, die die Hebephilie als Paraphilie einordnen, können eine âSonstige Störung der SexualprĂ€ferenzâ diagnostizieren.cite-ref-beier-24-5[24]
Der kanadische Sexualwissenschaftler Ray Blanchard veröffentlichte 2008 gemeinsam mit James Cantor und weiteren Kollegen ein Papier, in dem eine Aufnahme der Hebephilie in das DSM vorgeschlagen wurde.cite-ref-blanchard-18-2[18] Die Nordamerikaner fĂŒhrten eine phallometrische Studie an rund 900 mĂ€nnlichen SexualstraftĂ€tern durch, um die Erregungsmuster verschiedener Gruppen zu untersuchen.cite-ref-blanchard-18-3[18] Es ergab sich, dass MĂ€nner mit einer PrĂ€ferenz zu vorpubertĂ€ren Kindern (PĂ€dophile), zu Pubertierenden im Alter von etwa elf bis vierzehn Jahren (Hebephile) und zu Erwachsenen (Teleiophile) deutlich voneinander abgegrenzt werden konnten. Dieses Ergebnis nahmen die Autoren zum Anlass, eine Ăberarbeitung der DSM-Kriterien anzuregen: Entweder sollte die Hebephilie als eigenstĂ€ndige Diagnose aufgenommen werden oder der Name des Eintrags fĂŒr PĂ€dophilie sollte in PĂ€dohebephilie geĂ€ndert werden. Möglich wĂ€re bei diesem Modell dann eine Spezifizierung nach pĂ€do-, hebe- oder pĂ€dohebephilen Subtypen.cite-ref-blanchard-18-4[18] Eine Paraphilie lĂ€ge zukĂŒnftig vor, wenn der Patient stĂ€rker durch Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren erregt wĂŒrde als durch Erwachsene. Eine Diagnose als hebephile oder pĂ€dohebephile Störung könnte gestellt werden, wenn der Betreffende mindestens 18 Jahre (bisher: 16 Jahre) alt ist und einen Altersabstand von mehr als fĂŒnf Jahren zum Pubertierenden aufweist.cite-ref-blanchard-18-5[18]
Konzeptionelle ErwÀgungen
Blanchard et al. begrĂŒndeten ihren Vorschlag mit der Tatsache, dass die gegenwĂ€rtige Definition der PĂ€dophilie eine nicht unerhebliche Anzahl an MĂ€nnern ausschlieĂe, die eine PrĂ€ferenz fĂŒr ein unreifes Körperschema aufwiesen.cite-ref-blanchard-18-6[18] Da die Anzahl von MĂ€nnern mit einer Neigung zu Pubertierenden möglicherweise die Zahl der PĂ€dophilen ĂŒbersteige, sei die Hebephilie jedoch ein PhĂ€nomen von groĂer klinischer Relevanz. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass Opfer sexuellen Missbrauchs in den Vereinigten Staaten durchschnittlich 14 Jahre alt seien und SexualstraftĂ€ter hĂ€ufig nicht zwischen PrĂ€- und Peripubertierenden differenzierten.cite-ref-blanchard2010a-28-1[28] Zudem wĂŒrde mit der Ăberarbeitung eine Angleichung an die ICD-10 vorgenommen, die nach Blanchards Ansicht mit der Bezugnahme auf eine PrĂ€ferenz fĂŒr Kinder in einem frĂŒhen Stadium der PubertĂ€t die Hebephilie bereits erfasse.
Kritiker des Vorschlags bestritten zwar nicht, dass MĂ€nner mit einer sexuellen PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende existieren,cite-ref-singy-3-3[3] und bejahten auch die NĂŒtzlichkeit einer Differenzierung zwischen PĂ€do-, Hebe-, Ephebo- und Teleiophilie fĂŒr Forschungszwecke, lehnten jedoch eine Klassifizierung als psychische Störung ab.cite-ref-singy-3-4[3]cite-ref-rind-29-2[29] Blanchard und seine Kollegen hĂ€tten nicht ĂŒberzeugend dargelegt, warum eine entsprechende Neigung als paraphil klassifiziert werden mĂŒsse.cite-ref-tromovitch-47-0[47]cite-ref-green2010a-48-0[48] Vielfach wurde gemutmaĂt, dass eine Aufnahme in das DSM hauptsĂ€chlich erfolgen solle, um ein den gegenwĂ€rtigen kulturellen, moralischen und vor allem juristischen Normen widersprechendes Verhalten zu pathologisieren.cite-ref-wakefield-49-0[49]cite-ref-kramer-50-0[50] Einige Autoren wie Charles Allen Moser nahmen die Auseinandersetzung ĂŒber die Einordnung der Hebephilie darĂŒber hinaus zum Anlass, die Kriterien zu hinterfragen, nach denen bestimmte sexuelle Interessen als psychische Störung eingeordnet werden.cite-ref-moser-51-0[51]
Fragliche Devianz
Gegner einer Aufnahme in das DSM verneinen die Einordnung als sexuelle Störung und betonten dabei insbesondere die Unterschiede, die eine sexuelle PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende im Vergleich zu einer Neigung zu vorpubertĂ€ren Kindern aufweise: Ein sexuelles Interesse an pubertierenden Jugendlichen sei unter MĂ€nnern demzufolge sehr verbreitet,cite-ref-frances-42-1[42]cite-ref-burstein-52-0[52] so dass auch eine hebephile PrĂ€ferenz nicht als deviant und damit als paraphil bezeichnet werden könne.cite-ref-wakefield-49-1[49] Der kanadische Sexualwissenschaftler John Paul Fedoroff wies im RĂŒckblick auf die DSM-Debatte darauf hin, dass in die vorgeschlagene Altersspanne Jungen und MĂ€dchen fallen wĂŒrden, die potenziell zeugungs- oder gebĂ€rfĂ€hig sind.cite-ref-fedoroff-53-0[53] Die forensische Psychologin Karen Franklin betonte, dass der Begriff noch bis in die 2000er Jahre relativ selten verwendet worden sei, weil Sexualforscher frĂŒherer Generationen eine solche Neigung nicht als krankhaft angesehen und ihre Untersuchung aus diesem Grund auf PĂ€dophile beschrĂ€nkt hĂ€tten.cite-ref-franklin-7-2[7] Franklins Interpretation wurde jedoch teilweise infrage gestellt.cite-ref-cantorfranklin-54-0[54]
BefĂŒrworter der Hebephilie-Diagnose wie Michael C. Seto wandten ein, dass eine Hebephilie nur in den FĂ€llen diagnostiziert werden könne, in denen die sexuelle Erregung durch Pubertierende gröĂer ist als die durch Erwachsene â auch wenn eine grundsĂ€tzliche Ansprechbarkeit auf Pubertierende zu einem gewissen Grad in der Allgemeinbevölkerung auftrete, sei eine hebephile PrĂ€ferenz relativ selten und rechtfertige eine Einordnung als Paraphilie.cite-ref-stephens-55-0[55] WĂ€hrend der Philosoph und Sexualhistoriker Patrick Singy die Relevanz dieser Unterscheidung im Hinblick auf die Pathologisierung sexueller Neigungen anzweifelte,cite-ref-singy-3-5[3] merkten einige Kritiker wie Allen Frances an, dass auch sie bei einem ausschlieĂlichen Interesse an jungen Teenagern einen Störungscharakter fĂŒr möglich hielten.cite-ref-prentky-2-1[2]cite-ref-wakefield-49-2[49]cite-ref-francesnormal-56-0[56] Entscheidend wĂ€re dieser Argumentation zufolge, inwiefern neben der PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende ein â wenn auch geringeres â Interesse an Erwachsenen vorhanden ist.cite-ref-rind-29-3[29]
Evolutionsbiologische Aspekte
Besonders umstritten war in diesem Zusammenhang das gelegentlich von Gegnern der Hebephilie-Diagnose angefĂŒhrte Argument, hebephile Neigungen seien aus evolutionsbiologischer Sicht möglicherweise vorteilhaft.cite-ref-bering-57-0[57] Ray Blanchard bestritt derartige Vorteile und veröffentlichte zu diesem Thema mehrere Papiere: ZunĂ€chst untersuchte er eine Gruppe pĂ€do-, hebe- und teleiophiler SexualstraftĂ€ter und fand heraus, dass letztere signifikant mehr Kinder gezeugt hatten als Hebephile.cite-ref-blanchard2010d-58-0[58] Weiterhin gelangte er nach einer gemeinsam mit Raymond Hames durchgefĂŒhrten Analyse anthropologischer Veröffentlichungen zu der Schlussfolgerung, dass Sex mit pubertierenden MĂ€dchen nur in wenigen Gesellschaften verbreitet gewesen sei.cite-ref-hamesblanchard2012-45-1[45] Hierbei zitierten die beiden auch eine Studie, nach der die Kinderzahl von MĂ€dchen aus dem Volk der PumĂ©, die vor ihrem 14. Lebensjahr ihr erstes Kind bekamen, geringer war als die Kinderzahl der MĂ€dchen, die bei ihrer ersten Geburt Ă€lter waren. Diese Daten sprĂ€chen gegen einen Nutzen hebephiler Neigungen und belegten, dass eine hebephile PrĂ€ferenz fĂŒr den Reproduktionserfolg erhebliche Nachteile bringe.cite-ref-hamesblanchard2012-45-2[45] Blanchard merkte darĂŒber hinaus an, dass er eine Klassifikation auf Grundlage evolutionsbiologischer ErwĂ€gungen ablehne, weil dies eine Wiederaufnahme der HomosexualitĂ€t als Störung impliziere. Ohnehin sei fraglich, wie seine Kritiker auf dieser Grundlage begrĂŒnden wollten, dass zwar die homosexuelle PĂ€dophilie, nicht aber die homosexuelle Hebephilie als pathologisch betrachtet werden mĂŒsse.cite-ref-blanchard2010d-58-1[58]
Der Psychologe Bruce Rind kritisierte die Schlussfolgerungen von Hames und Blanchard.cite-ref-rind2013-59-0[59] Ihre Analyse basiere auf einer Vielzahl gravierender Fehlinterpretationen der zitierten Publikationen, die im Ergebnis eher die Argumente der Kritiker stĂŒtzten. Die Quellen hĂ€tten beispielsweise ausdrĂŒcklich festgestellt, dass in den untersuchten Gesellschaften ein GroĂteil der MĂ€dchen kurz nach ihrer Menarche Geschlechtsverkehr gehabt hĂ€tten, oder wĂŒrden hervorheben, dass frĂŒhe Schwangerschaften unter bestimmten Bedingungen nĂŒtzlich sein könnten.cite-ref-rind2013-59-1[59] Die von Blanchard festgestellten Unterschiede in der Kinderzahl hebephiler und teleiophiler MĂ€nner seien mit 1,30 zu 1,39 Kindern bemerkenswert gering und lieĂen sich mit der starken gesellschaftlichen Ablehnung hebephilen Verhaltens in gegenwĂ€rtigen westlichen Gesellschaften erklĂ€ren.cite-ref-rind2013-59-2[59] Rind und der Soziologe Richard Yuill schlugen nach einer Auswertung evolutionsbiologischer Studien vor, mĂ€nnliche AltersprĂ€ferenzen unter dem Einfluss der Interessen an einem hohen Reproduktionswert (am höchsten unmittelbar vor der Menarche) und einer hohen gegenwĂ€rtigen FertilitĂ€t (am höchsten im frĂŒhen Erwachsenenalter) zu betrachten. Es sei erwartbar, dass einige MĂ€nner eine PrĂ€ferenz fĂŒr pubertierende MĂ€dchen mit einem hohen Reproduktionswert aufwiesen. Sofern sie nicht-ausschlieĂlich ausgeprĂ€gt sei, stelle auch eine relativ starke hebephile PrĂ€ferenz keine evolutionĂ€re Dysfunktion dar.cite-ref-rind-29-4[29]
Mögliche FolgeschÀden
Erörtert wurde zudem der âHarmful Dysfunctionâ-Ansatz nach Wakefield, demzufolge fĂŒr eine Klassifizierung als Störung nicht nur eine evolutionĂ€re Dysfunktion, sondern auch die SchĂ€dlichkeit der Hebephilie auf Betroffene nachgewiesen werden mĂŒsste. Der deutsche Sexualmediziner Klaus Michael Beier bezeichnete die Hebephilie in einem 2005 erschienenen Artikel als âsexualbiologisch erwartbare Reaktionâ,cite-ref-60[60] unterstĂŒtzt aber mittlerweile den Vorschlag Blanchards gerade in diesem Zusammenhang. Eine Klassifizierung als Störung sei gerechtfertigt, weil mit hebephilen Neigungen hĂ€ufig ein erheblicher Leidensdruck einhergehe.cite-ref-beier-24-6[24] Zwar lasse sich nicht nachweisen, inwiefern der Leidensdruck auf eine gesellschaftliche Stigmatisierung oder eine Dysfunktion im Sinne des âHarmful Dysfunctionâ-Ansatzes zurĂŒckzufĂŒhren sei, allerdings könne man letztere insbesondere bei einer ausschlieĂlichen AusprĂ€gung der Hebephilie vermuten.cite-ref-beier-24-7[24]
Auch auf die Frage einer mit hebephilen Neigungen möglicherweise verbundenen FremdgefÀhrdung wurde eingegangen,cite-ref-beier-24-8[24] wobei ein Teil der Kritiker diese infrage stellte.cite-ref-kramer-50-1[50]cite-ref-welter-61-0[61] Gerade im Hinblick auf die Miteinbeziehung 14-JÀhriger wurde auf das Schutzalter verwiesen, das bis ins 19. oder 20. Jahrhundert fast weltweit bei unter 15 Jahren lag und auch gegenwÀrtig in nicht wenigen LÀndern sexuelle Handlungen mit 14-JÀhrigen erlaubt.cite-ref-green2010b-62-0[62] Dem englischen Sexualwissenschaftler Richard Green zufolge ist es auch deswegen unangemessen, einen 19-JÀhrigen, der eine einvernehmliche sexuelle Beziehung zu seiner 14-jÀhrigen Freundin unterhalte, als psychisch gestört zu bezeichnen.cite-ref-green2010a-48-1[48]
Kulturelle Unterschiede
Thematisiert wurden im Rahmen der DSM-5-Debatte zudem die unterschiedlichen Einstellungen vieler frĂŒherer oder nicht-westlicher Kulturen, in denen sexuelle Beziehungen mit geschlechtsreifen Jugendlichen akzeptiert worden seien oder zum Teil auch heute noch gebilligt wĂŒrden.cite-ref-rind-29-5[29]cite-ref-green2010b-62-1[62] Der GrĂ€zist Simon Goldhill etwa kritisierte, dass eine Gesellschaft wie die des antiken Griechenlands aufgrund ihrer positiven Einstellung gegenĂŒber hebephilem Verhalten als krankhaft abgewertet wĂŒrde.cite-ref-goldhill-63-0[63] Teilweise wurde hierauf jedoch entgegnet, dass bestimmte Praktiken â wie etwa die Verheiratung pubertierender MĂ€dchen â nicht unbedingt auf hebephile oder parthenophile PrĂ€ferenzen, sondern auf wirtschaftliche und soziale Interessen zurĂŒckzufĂŒhren seien.cite-ref-ryniker-64-0[64]
Abweichende Verwendung
Im DiagnoseschlĂŒssel DSM-IV wird in 302.2 PĂ€dophilie mit âgenerell 13 Jahre oder jĂŒngerâ eine maximale obere Altersgrenze definiert.cite-ref-65[65] Da sich Hebephilie von PĂ€dophilie abgrenzt, gehen manche nordamerikanische Autoren von diesem Alter aus und setzen das Mindestalter mit 14 Jahren an.cite-ref-reynolds-66-0[66]cite-ref-schlesinger-67-0[67]cite-ref-gebhard1965-68-0[68]cite-ref-hales-69-0[69] Das obere Alter liegt dann bei 16,cite-ref-schlesinger-67-1[67] 17cite-ref-reynolds-66-1[66]cite-ref-gebhard1965-68-1[68] oder 18 Jahren.cite-ref-hales-69-1[69] Auch ist nicht alles, was durch das Schutzalter strafbar ist oder unter 18 Jahren liegt, durch den Begriff PĂ€dophilie erfasst. Umgangssprachlich sowie moralisierend wird dies oft ĂŒbersehen und der Begriff PĂ€dophilie auch dafĂŒr verwendet. In den USA liegt das Schutzalter meist bei 16 Jahren, manchmal darĂŒber bis zu 18 Jahren. So wird der Begriff Hebephilie von manchen fĂŒr all diese Straftaten angeboten, die bei der weitesten Verwendung nicht durch den Begriff PĂ€dophilie abgedeckt werden können.cite-ref-70[70]cite-ref-hales-69-2[69] In der Psychologie geht es dagegen primĂ€r nicht um fixe Schutzaltersgrenzen.
Der Begriff Ephebophilie wird oft ab einer unteren Altersgrenze von etwa 14 oder 16 Jahren verwendet. Mit der Definition vom vorhergehenden Absatz kommt es dann dazu, dass Hebephilie und Ephebophilie als Synonyme gesehen werden.cite-ref-71[71]cite-ref-72[72]cite-ref-73[73]cite-ref-74[74]
Von Magnus Hirschfeld wurde der Begriff Ephebophilie fĂŒr die Anziehung zu Jungen von Beginn bis zum Abschluss der Reife definiert (damals angenommenes Alter etwa 14 bis 21 Jahre, wobei 21 Jahre auch das Alter der VolljĂ€hrigkeit war) und Parthenophilie fĂŒr die Anziehung zu MĂ€dchen in der PubertĂ€t in etwa demselben Altersbereich. Ephebophilie wird oft auch fĂŒr Jungen und MĂ€dchen verwendet, manchmal nur fĂŒr Jungen, Parthenophilie wird selten verwendet und ist wenig bekannt. So kommt es zur Verwendung von Ephebophilie fĂŒr Anziehung zu pubertĂ€ren/adoleszenten Jungen und Hebephilie fĂŒr Anziehung zu pubertĂ€ren/adoleszenten MĂ€dchen.cite-ref-75[75]cite-ref-76[76]cite-ref-77[77]cite-ref-78[78]cite-ref-79[79]cite-ref-80[80]cite-ref-81[81]
Aus dieser Geschlechtertrennung heraus wird Hebephilie im Extremfall fĂŒr prĂ€pubertierende MĂ€dchen verwendet und als eine Spezialform der PĂ€dophilie angesehen,cite-ref-82[82] so wie PĂ€derastie manchmal als mĂ€nnliche Spezialform der PĂ€dophilie angesehen wird.
Siehe auch
Literatur
⹠John Paul Fedoroff: Hebephilia. In: The Paraphilias. Oxford University Press, 2019, Seite 115, ISBN 0-19-046632-4 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
âą Bruce Rind: Hebephilia. In: The sage encyclopedia of abnormal and clinical psychology (Band 1, Seiten 1629â1630). Thousand Oaks, SAGE Publications, 2017
âą Syke Stephens und Michael C. Seto: Hebephilia. In: The International Encyclopedia of Human Sexuality, Wiley-Blackwell, 2015, ISBN 1-118-89687-4
⹠Klaus Baier (Hrsg.): PÀdophilie, Hebephilie und sexueller Kindesmissbrauch. Springer Berlin Heidelberg, 2018, ISBN 3-662-56593-5 (eingeschrÀnkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
âą Ray Blanchard, Amy D. Lykins, Diane Wherrett, Michael E. Kuban, James M. Cantor, Thomas Blak, Robert Dickey and Philip E. Klassen: Pedophilia, Hebephilia, and the DSM-V in: Archives of Sexual Behavior, ISSN 0004-0002 (Print) 1573-2800 (Online), Volume 38, Nummer 3 / Juni 2009, Seiten 335â350 & Reaktion verschiedener Autoren auf den Seiten 317â334
âą Patrick Singy: Hebephilia: A Postmortem Dissection. In: Archives of sexual behavior, Band 44, Nummer 5, Juli 2015, S. 1109â1116
Weblinks
Wiktionary: Hebephilie
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Liste von wissenschaftlichen Publikationen zum Thema Hebephilie von James Cantor
âą Ăbersicht ĂŒber Veröffentlichungen zur Kontroverse ĂŒber die Aufnahme der Hebephilie in das DSM-5 von Karen Franklin
Einzelnachweise
cite-note-cantor2015a-11. â James M. Cantor, Ian V. McPhail: Sensitivity and Specificity of the Phallometric Test for Hebephilia. In: The Journal of Sexual Medicine. Sept. 2015, S. 1940â1950, doi:10.1111/jsm.12970.
cite-note-prentky-22. â R. Prentky, H. Barbaree: Commentary: Hebephiliaâa would-be paraphilia caught in the twilight zone between prepubescence and adulthood. In: The journal of the American Academy of Psychiatry and the Law, Band 39, Nummer 4, 2011, S. 506â510, PMID 22159978.
cite-note-singy-33. â Patrick Singy: Hebephilia: A Postmortem Dissection. In: Archives of sexual behavior, Band 44, Nummer 5, Juli 2015, S. 1109â1116.
cite-note-mercado-44. â Cynthia Calkins Mercado: Is that 'normal' behavior? In: Monitor on Psychology, Vol 43, No. 11. American Psychological Association, 2012, abgerufen am 22. August 2014 (englisch).
cite-note-setod-55. â Michael C. Seto: Child Pornography Use and Internet Solicitation in the Diagnosis of Pedophilia. In: Archives of Sexual Behavior, 39, 2010, S. 593, doi:10.1007/s10508-010-9603-6.
cite-note-brikenberner2013-66. â Peer Briken, Michael Berner: Praxisbuch Sexuelle Störungen: Sexuelle Gesundheit, Sexualmedizin, Psychotherapie sexueller Störungen. Thieme, 2013, ISBN 978-3-13-171261-5, S. 241 (google.com).
cite-note-franklin-77. â K. Franklin: Hebephilia: quintessence of diagnostic pretextuality. In: Behavioral sciences & the law, Band 28, Nummer 6, November/Dezember 2010, S. 751â768, doi:10.1002/bsl.934.
cite-note-beier2015-88. â K. Beier, T. Amelung, L. Kuhle, D. Grundmann, G. Scherner, J. Neutze: Hebephilia as a Sexual Disorder. In: Fortschritte der Neurologie â Psychiatrie. 83, 2015, S. e1, doi:10.1055/s-0034-1398960.
cite-note-99. â Bernard C. Glueck, Jr.: Final report: Research project for the study and treatment of persons convicted of crimes involving sexual aberrations. June 1952 to June 1955. New York State Department of Mental Hygiene, New York 1955 oder 1956; University of Minnesota, Minneapolis 1956
cite-note-zentralblatt-1010. â Zentralblatt fuer die gesamte Neurologie und Psychiatrie, 1965, S. 179; âdas 12. Lebensjahr ĂŒberschreitendâ
cite-note-1111. â Proceedings of the annual meeting / American Psychopathological Association. 1955, S. 159
cite-note-1212. â New York (State). Dept. of Mental Hygiene, SpringerLink (Online service): Psychiatric Quarterly Nr. 31, Human Sciences Press, 1957, S. 326
cite-note-1313. â H. L. P. Resnik, Marvin E. Wolfgang: Sexual Behaviors: Social, Clinical, and Legal Aspects. Little, Brown, 1972, S. 173
cite-note-1414. â Alleburg, Bloch (Hrsg.): Zeitschrift fĂŒr Sexualwissenschaft. Nr. 1â2, A. Marcus & E. Webers Verlag, Bonn 1914â1916, S. 470, 481
cite-note-1515. â Kurt Beas: Ăber Hebephilie, eine angebliche Form des weiblichen Fetischismus. In: Archiv fĂŒr Kriminalanthropologie. Band 61, 1914, S. 1â38
cite-note-1616. â Johan Mohr, R. E. Turner, M. B. Jerry erwĂ€hnt in: Ronald B. Flowers: The Victimization and Exploitation of Women and Children: A Study of Physical, Mental and Sexual Maltreatment in the United States. McFarland, 1994, ISBN 0-89950-978-9, S. 74: â[âŠ] fĂŒnf Typen der PĂ€dophilie: heterosexuelle Hebephilie [âŠ] pubertierend [âŠ] heterosexuelle PĂ€dophilie [âŠ] weiblicher Partner zeigt keine pubertĂ€ren VerĂ€nderungen [âŠ] homosexuelle Hebephilie [âŠ] homosexuelle PĂ€dophilie [âŠ] undifferenzierte PĂ€dophilieâ
cite-note-reckless-1717. â Walter Cade Reckless: The Crime Problem. Appleton-Century-Crofts, 1967, S. 236, 237; â(heterosexuell und homosexuell) pubertĂ€r (welche definitive Merkmale der sekundĂ€ren sexuellen Charakteristika zeigen, z. B. Entwicklung der BrĂŒste, Schamhaare), oder adoleszent bis zum Alter von 16 Jahrenâ
cite-note-blanchard-1818. â R. Blanchard, A. D. Lykins, D. Wherrett, M. E. Kuban, J. M. Cantor, T. Blak, R. Dickey, P. E. Klassen: Pedophilia, Hebephilia, and the DSM-V. Archive of Sexual Behavior, 7. August 2008: âgrob, Alter 11 oder 12 bis 14, (PĂ€dophilie unter 11)â
cite-note-hall-1919. â Bradford et al. (1992) zitiert in: Harold V. Hall: Lethal Violence: A Sourcebook on Fatal Domestic, Acquaintance, and Stranger Violence. CRC Press, 1998, ISBN 0-8493-7003-5, S. 342: â12 bis 16 Jahre (heterosexuell und homosexuell, neben prĂ€pubertĂ€rer PĂ€dophilie)â
cite-note-powell-2020. â Adrian Powell: Paedophiles, Child Abuse and the Internet: A Practical Guide to Identification, Action and Prevention. Radcliffe Publishing, 2007, ISBN 1-85775-774-2, S. 5: âAdoleszente (unter 18) [âŠ] heterosexuelle Hebephilie [âŠ] sexuelle und erotische PrĂ€ferenz fĂŒr pubertierende junge Leute des anderen Geschlechts, ĂŒblicherweise im Alter von 11 bis 14 fĂŒr MĂ€dchen und 15 oder 16 fĂŒr Jungen [âŠ] homosexuelle Hebephilie [âŠ] sexuelle und erotische PrĂ€ferenz fĂŒr pubertierende junge Leute desselben Geschlechts (selbes Alter)â
cite-note-freund-2121. â Kurt Freund, Ray Blanchard: Is the Distant Relationship of Fathers and Homosexual Sons Related to the Sons Erotic Preference for Male Partners, or the Sons Atypical Gender Identity, or to Both? In: Michael W. Ross: Homosexuality and Social Sex Roles. Haworth Press, 1983, ISBN 0-86656-235-4, S. 7 ff, S. 10: âHeterosexuelle PĂ€dophilie ist eine erotische PrĂ€ferenz fĂŒr weibliche Kinder unter 11, und homosexuelle PĂ€dophilie ist eine solche PrĂ€ferenz zu mĂ€nnlichen Kindern. âEchteâ Hebephilie ist eine erotische PrĂ€ferenz fĂŒr Pubertierende; da der Beginn der PubertĂ€t fĂŒr mĂ€nnliche etwas spĂ€ter kommt als fĂŒr weibliche, ist das meist prĂ€ferierte Alter fĂŒr homosexuelle Hebephilie ein wenig höher. Somit liegt bei heterosexueller Hebephilie die PrĂ€ferenz bei 12- bis 13-jĂ€hrigen MĂ€dchen, kann sich aber hinunter bis zum Alter von 11 Jahren erweitern und hinauf bis zum Alter von 14 oder 15. Bei homosexueller Hebephilie ist das prĂ€ferierte Alter irgendwo zwischen 11 und 16 Jahren, wobei die mittlere Alterspanne etwas höher liegt als bei heterosexueller Hebephilie. Bei Pedohebephilie liegt die meist prĂ€ferierte Altersperiode in einer Spanne im Rahmen der Kindheit, dehnt sich aber bis inklusive zu einem Alter von 12 aus, und manchmal 14, möglicherweise 15 Jahre.â
cite-note-2222. â Meldung im Deutschen Ărzteblatt vom 24. April 2009.
cite-note-beierloewit2011-2323. â Klaus M. Beier, Kurt Loewit: Praxisleitfaden Sexualmedizin: Von Der Theorie Zur Therapie. Springer-Verlag, 2011, ISBN 978-3-642-17162-8, S. 152 (google.com).
cite-note-beier-2424. â K. M. Beier, T. Amelung u. a.: Hebephilie als sexuelle Störung (Memento des Originals vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kein-taeter-werden.de. (PDF; 314 kB) In: Fortschritte der Neurologie-Psychiatrie, Band 81, Nummer 3, MĂ€rz 2013, S. 128â137, doi:10.1055/s-0032-1330539.
cite-note-2525. â H. Kahl, A. Schaffrath Rosario, M. Schlaud: [Sexual maturation of children and adolescents in Germany. Results of the German Health Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS)]. In: Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz, Band 50, Nummer 5â6, 2007 May-Jun, S. 677â685, doi:10.1007/s00103-007-0229-3.
cite-note-2626. â Robert L. Snow: Sex Crimes Investigation: Catching and Prosecuting the Perpetrators. Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-275-98934-8, S. 106; âPĂ€diphilie [âŠ] 13 Jahre oder jĂŒnger [âŠ] Hebephilie [âŠ] 13 bis 16, wĂ€hrend Ephebophilie [âŠ] zu Teenagernâ
cite-note-blanchardkuban-2727. â Ray Blanchard, Michael E. Kuban u. a.: Sexual Attraction to Others: A Comparison of Two Models of Alloerotic Responding in Men. In: Archives of Sexual Behavior. 41, 2012, S. 13, doi:10.1007/s10508-010-9675-3
cite-note-blanchard2010a-2828. â Ray Blanchard: The DSM Diagnostic Criteria for Pedophilia. In: Archives of Sexual Behavior. 39, 2010, S. 304, doi:10.1007/s10508-009-9536-0.
cite-note-rind-2929. â B. Rind, R. Yuill: Hebephilia as Mental Disorder? A Historical, Cross-Cultural, Sociological, Cross-Species, Non-Clinical Empirical, and Evolutionary Review. In: Archives of Sexual Behavior. 41, 2012, S. 797â829, doi:10.1007/s10508-012-9982-y.
cite-note-sjart1-3030. â Ray Blanchard: Sexual Abuse: A Journal of Research and Treatment: A Guest Blog by DSM-5 Paraphilias Subworkgroup Chair Dr. Ray Blanchard on Proposed Criteria for Pedophilic Disorder. In: sajrt.blogspot.de. 24. Januar 2012, abgerufen am 1. November 2015.
cite-note-tschechien2020-3131. â KlĂĄra BĂĄrtovĂĄ, RenĂĄta AndroviÄovĂĄ, Lucie KrejÄovĂĄ, Petr Weiss & KateĆina KlapilovĂĄ (2020) The Prevalence of Paraphilic Interests in the Czech Population: Preference, Arousal, the Use of Pornography, Fantasy, and Behavior, The Journal of Sex Research, doi:10.1080/00224499.2019.1707468.
cite-note-3232. â S. J. Dawson, B. A. Bannerman, M. L. Lalumiere: Paraphilic Interests: An Examination of Sex Differences in a Nonclinical Sample. In: Sexual Abuse: A Journal of Research and Treatment., doi:10.1177/1079063214525645.
cite-note-3333. â Katarina Alanko, Benny Salo, Andreas Mokros, Pekka Santtila: Evidence for Heritability of Adult Menâs Sexual Interest in Youth under Age 16 from a Population-Based Extended Twin Design. In: The Journal of Sexual Medicine. 10, 2013, S. 1090, doi:10.1111/jsm.12067.
cite-note-cr-pault-3434. â Claude CrĂšpault, Marcel Couture: Menâs erotic fantasies. In: Archives of Sexual Behavior. 9, 1980, S. 565, doi:10.1007/BF01542159.
cite-note-ahlers-3535. â Christoph J. Ahlers: Paraphilie und Persönlichkeit. Dissertation, Medizinische FakultĂ€t, UniversitĂ€tsklinikum CharitĂ© Berlin
cite-note-bennett2015-3636. â Paul Bennett, Rob Lowe, Hristina Petrova: Heterosexual Menâs Ratings of Sexual Attractiveness of Adolescent Girls: A Cross-Cultural Analysis. In: Archives of Sexual Behavior. doi:10.1007/s10508-015-0504-6.
cite-note-tozdan-3737. â Safiye Tozdan, Arne Dekker, Janina Neutze, Pekka Santtila, Peer Briken: Sexual Interest in Children Among Women in Two Nonclinical and Nonrepresentative Online Samples. In: Sexual Medicine. 8, 2020, S. 251, doi:10.1016/j.esxm.2020.01.007.
cite-note-blanchard2007a-3838. â R. Blanchard, N. J. Kolla u. a.: IQ, Handedness, and Pedophilia in Adult Male Patients Stratified by Referral Source. In: Sexual Abuse: A Journal of Research and Treatment. 19, 2007, S. 285, doi:10.1177/107906320701900307.
cite-note-cantor2007a-3939. â J. M. Cantor, M. E. Kuban, T. Blak, P. E. Klassen, R. Dickey, R. Blanchard: Physical Height in Pedophilic and Hebephilic Sexual Offenders. In: Sexual Abuse: A Journal of Research and Treatment. 19, 2007, S. 395, doi:10.1177/107906320701900405.
cite-note-cantor2005a-4040. â James M. Cantor, Philip E. Klassen u. a.: Handedness in Pedophilia and Hebephilia. In: Archives of Sexual Behavior. 34, 2005, S. 447, doi:10.1007/s10508-005-4344-7.
cite-note-blanchard2003a-4141. â Ray Blanchard, Michael E. Kuban u. a.: Self-Reported Head Injuries Before and After Age 13 in Pedophilic and Nonpedophilic Men Referred for Clinical Assessment In: Archives of Sexual Behavior. 32, S. 573, doi:10.1023/A:1026093612434.
cite-note-frances-4242. â A. Frances, M. B. First: Hebephilia is not a mental disorder in DSM-IV-TR and should not become one in DSM-5. In: The journal of the American Academy of Psychiatry and the Law, Band 39, Nummer 1, 2011, S. 78â85
cite-note-cantor2012a-4343. â James M. Cantor, Ray Blanchard: White Matter Volumes in Pedophiles, Hebephiles, and Teleiophiles. In: Archives of Sexual Behavior. 41, 2012, S. 749, doi:10.1007/s10508-012-9954-2.
cite-note-cantor2015c-4444. â James M. Cantor, Sophie Lafaille, Debra W. Soh, Massieh Moayedi, David J. Mikulis, Todd A. Girard: Diffusion Tensor Imaging of Pedophilia. In: Archives of Sexual Behavior. doi:10.1007/s10508-015-0629-7.
cite-note-hamesblanchard2012-4545. â Raymond Hames, Ray Blanchard: Anthropological Data Regarding the Adaptiveness of Hebephilia. In: Archives of Sexual Behavior. 41, 2012, S. 745, doi:10.1007/s10508-012-9972-0.
cite-note-saimeh2015-4646. â Nahlah Saimeh: Mit Sicherheit behandeln. MWV, 2015, ISBN 978-3-95466-150-3, S. 106 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-tromovitch-4747. â Philip Tromovitch: Manufacturing Mental Disorder by Pathologizing Erotic Age Orientation: A Comment on Blanchard et al. (2008). In: Archives of Sexual Behavior. 38, 2009, S. 328, doi:10.1007/s10508-008-9426-x.
cite-note-green2010a-4848. â Richard Green: Sexual Preference for 14-Year-Olds as a Mental Disorder: You Canât Be Serious!!. In: Archives of Sexual Behavior. 39, 2010, S. 585, doi:10.1007/s10508-010-9602-7.
cite-note-wakefield-4949. â Jerome C. Wakefield: The DSM-5âs Proposed New Categories of Sexual Disorder: The Problem of False Positives in Sexual Diagnosis. In: Clinical Social Work Journal. 40, 2012, S. 213â223, doi:10.1007/s10615-011-0353-2.
cite-note-kramer-5050. â Richard Kramer: APA Guidelines Ignored in Development of Diagnostic Criteria for Pedohebephilia. In: Archives of Sexual Behavior. 40, 2011, S. 233, doi:10.1007/s10508-010-9683-3.
cite-note-moser-5151. â Charles Moser: When Is an Unusual Sexual Interest a Mental Disorder?. In: Archives of Sexual Behavior. 38, 2009, S. 323, doi:10.1007/s10508-008-9436-8.
cite-note-burstein-5252. â Paul Good, Jules Burstein: Hebephilia and the Construction of a Fictitious Diagnosis. In: The Journal of Nervous and Mental Disease. 200, 2012, S. 492â494, doi:10.1097/NMD.0b013e318257c4f1.
cite-note-fedoroff-5353. â John Paul Fedoroff: Hebephilia. In: The Paraphilias. Oxford University Press, 2019, Seite 115, ISBN 0-19-046632-4 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-cantorfranklin-5454. â James M. Cantor: The Errors of Karen Franklinâs Pretextuality. In: International Journal of Forensic Mental Health. 11, 2012, S. 59, doi:10.1080/14999013.2012.672945.
cite-note-stephens-5555. â Syke Stephens und Michael C. Seto: Hebephilia. In: The International Encyclopedia of Human Sexuality, Wiley-Blackwell, 2015, ISBN 1-118-89687-4
cite-note-francesnormal-5656. â Normal. Dumont Buchverlag, 2013, ISBN 3-8321-8711-1 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-bering-5757. â Jesse Bering: Perv. Random House, 2014, ISBN 978-1-4464-8707-5, S. 256 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-blanchard2010d-5858. â Ray Blanchard: The Fertility of Hebephiles and the Adaptationist Argument Against Including Hebephilia in DSM-5. In: Archives of Sexual Behavior. 39, 2010, S. 817, doi:10.1007/s10508-010-9610-7.
cite-note-rind2013-5959. â Bruce Rind: Critique of Hames and Blanchard (2012), Clancy (2012), and Ryniker (2012) on Hebephilia, Anthropological Data, and Maladaptiveness. In: Archives of Sexual Behavior. 42, 2013, S. 685, doi:10.1007/s10508-013-0132-y.
cite-note-welter-6161. â Bruce Rind, Max Welter: Enjoyment and Emotionally Negative Reactions in MinorâAdult Versus MinorâPeer and AdultâAdult First Postpubescent Coitus: A Secondary Analysis of the Kinsey Data. In: Archives of Sexual Behavior. 43, 2014, S. 285, doi:10.1007/s10508-013-0186-x, zitiert nach Rind und Yuill (2012).
cite-note-green2010b-6262. â Richard Green: Hebephilia is a Mental Disorder? In: Sexual Offender Treatment, Volume 5 (2010). International Association for the Treatment of Sexual Offenders, 2010, abgerufen am 22. August 2014 (englisch).
cite-note-goldhill-6363. â Simon Goldhill: The Imperialism of Historical Arrogance: Where Is the Past in the DSMâs Idea of Sexuality?. In: Archives of Sexual Behavior., doi:10.1007/s10508-015-0556-7.
cite-note-ryniker-6464. â David C. Ryniker: Hebephilia and Male Fertility. In: Archives of Sexual Behavior. 41, 2012, S. 741, doi:10.1007/s10508-012-9977-8.
cite-note-6565. â DSM-IV-TR: Pedophilia (Memento des Originals vom 22. September 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.behavenet.com, bei behavenet.com, Abruf: 22. November 2008
cite-note-reynolds-6666. â Lisa Rene Reynolds, John P. Rutledge: Coming Out & Covering Up: Catholic Priests Talk about Sex Scandals in the Church, Dead End Street, 2004, ISBN 0-9748410-3-X, S. 2; âPĂ€dophilie (Akt oder Fantasie eines Erwachsenen ĂŒber sexuelle AktivitĂ€t mit einem Kind) Hebephilie (ein Zustand, wenn ein Erwachsener, meist mĂ€nnlich, sexuell angezogen von post-pubertĂ€ren Adoleszenten zwischen dem Alter von 14 und 17 Jahren ist), Phebophilie (phebophilia) (ein Zustand, in dem ein Erwachsener, meist mĂ€nnlich, sexuell angezogen ist von jungen Menschen, etwa im Alter der PubertĂ€t)â
cite-note-schlesinger-6767. â Benjamin Schlesinger: Sexual Behaviour in Canada: Patterns and Problems, University of Toronto Press, 1977, ISBN 0-8020-2262-6, S. 203; âMĂ€dchen zwischen 14 und 16â
cite-note-gebhard1965-6868. â Paul H. Gebhard: Sex Offenders: An Analysis of Types, Harper & Row, 1965, S. 756; â14 bis 17 Jahreâ
cite-note-hales-6969. â Robert E. Hales, Stuart C. Yudofsky, Alan F. Schatzberg, Glen O. Gabbard (Hrsg.): The American Psychiatric Publishing Textbook of Psychiatry, American Psychiatric Publishing, 2008, ISBN 1-58562-257-5, S. 738; [PĂ€dophilie: prĂ€pubertĂ€r, 13 Jahre oder jĂŒnger; von vielen falsch gebraucht fĂŒr Anziehung oder Beziehungen zu postpubertĂ€ren Jugendlichen unter 18 Jahren. Dies wird aber Hebephilie genannt.]
cite-note-7070. â Ray Wyre: Paedophile characteristics and patterns of behaviour: Developing and using a typology, in: Catherine Itzin: Home Truths about Child Sexual Abuse: A Reader, Routledge, 2000, ISBN 0-415-15262-3, S. 49; [PĂ€dophilie ist zu prĂ€pubertĂ€ren Kindern; Anziehung zu post-pubertĂ€ren Kindern unterhalb des Schutzalters, dann wird der Begriff Hebephilie verwendet]
cite-note-7171. â Robert Jean Campbell: Campbellâs Psychiatric Dictionary: Robert Jean Campbell, Oxford University Press US, 2004, 0-19-515221-2; âHebephilie, siehe Ephebophilieâ, âadoleszente Jugendlicheâ
cite-note-7272. â John Money: Gay, Straight, and In-Between: The Sexology of Erotic Orientation. Oxford University Press US, 1990, ISBN 0-19-506331-7, S. 197
cite-note-7373. â Pamela D. Schultz: Not Monsters: Analyzing the Stories of Child Molesters. Rowman & Littlefield, 2005, ISBN 0-7425-3058-2, S. 16; âEphebophilie [âŠ] postpubertĂ€r und adoleszent [âŠ] Synonym: Hebephilieâ
cite-note-7474. â Louise Monteleone: The Disorders of Hannibal Lecter and Buffalo Bill. Capella University, 10. September 2005, in: Published Works of an Early Doctor-Second Edition. Lulu.com, ISBN 0-557-01184-1, S. 6; â[Hebephilie], auch bekannt als Ephebophilie [âŠ] Adoleszenteâ
cite-note-7575. â Robert H. Rencken: Intervention Strategies for Sexual Abuse, American Association for Counseling and Development, 1989, S. 10; âHebephilie (adoleszente MĂ€dchen) [âŠ] Ephebophilie (adoleszente Jungen)â
cite-note-7676. â Robert H. Rencken: Brief and Extended Interventions in Sexual Abuse, American Counseling Association, 2000, ISBN 1-55620-178-8, S. 14; âHebephilie (Anziehung zu adoleszenten MĂ€dchen), Ephebophilie (Anziehung zu pubertierenden Jungen)â
cite-note-7777. â John Alexander Loraine: Understanding Homosexuality, Its Biological and Psychological Bases, American Elsevier Pub. Co., 1974; âPĂ€dophilie ist die erotische PrĂ€ferenz fĂŒr Kinder, Ephebophilie jene fĂŒr mĂ€nnliche und Hebephilie jene fĂŒr weibliche Pubertierende.â
cite-note-7878. â Excerpta Medica Foundation: Excerpta Medica, Excerpta Medica Foundation., 1975, S. 267; âpubertierende MĂ€dchenâ
cite-note-7979. â Robert L. Dingman, John D. Weaver: Days in the Lives of Counselors, Allyn and Bacon, 2003, ISBN 0-205-35192-1, S. 45; âpubertierende MĂ€dchenâ
cite-note-8080. â Ron Langevin, Daniel Paitich, Anne E. Russon (Toronto): Are Rapist Sexually Anomalous, Aggressive, or Both?, in: Ron Langevin (Hrsg.): Erotic Preference, Gender Identity, and Aggression in Men: New Research Studies, Lawrence Erlbaum Associates, 1985, ISBN 0-89859-445-6, S. 34; â13 bis 15 Jahre alte Frauen [âŠ] emotionell unreif [âŠ], physisch vollentwickelt, oder mindestens entwickelndâ
cite-note-8181. â Hans Jurgen Eysenck, Gisli H. Gudjonsson: The Causes and Cures of Criminality, Springer, 1989, ISBN 0-306-42968-3, S. 229; â[PĂ€dophilie: 12 Jahre oder jĂŒnger], Hebephilie und Ephebilie [âŠ] mĂ€nnlich und weiblich jeweils, zwischen dem Alter von 13 und 15 (z. B. pubertierend oder im Prozess der physischen Reife)â
cite-note-8282. â Katherine M. Ramsland: Inside the Minds of Serial Killers: Why They Kill, Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-275-99099-0, S. 86; âprĂ€pubertĂ€re MĂ€dchen [eine Spezialform der PĂ€dophilie]â